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Karottensuppe nach Dr. Moro bei Durchfallerkrankungen

Durchfall beim Hund

Eines der häufigsten Symptome bei Erkrankungen des Verdauungsapparates bei Hunden ist Durchfall. Die Hunde setzen deutlich häufiger als normal Kot ab, der sich durch seinen hohen Wassergehalt charakterisiert.

Durchfall an sich ist keine eigenständige Erkrankung, sondern lediglich das Symptom einer meist unbekannten Ursache oder von Verdauungsstörungen.

Warum es meist junge Hunde trifft

Junge Hunde kommen ohne eigenständig funktionierendes Immunsystem zur Welt, Ihr Schutz gegen Krankheiten aller Art besteht zunächst nur aus den Antikörpern ihrer Mutter, welche sie in ihren ersten Lebenstagen über die Muttermilch aufnehmen. Im weiteren Verlauf des noch jungen Hundelebens muss das Immunsystem nun selbständig trainieren und lernen, schädliche Erreger zu ernennen und darauf zu reagieren. Dies kann nicht selten mit leichtem Durchfall einher gehen.

Auch der Streß durch den Umzug zu den neuen Besitzern sowie die Ernährungsumstellung können zu Durchfall führen. Besonders im jungen Alter sind Hunde schnell durch die vielen neuen Eindrücke.

Warum Durchfall gefährlich werden kann

Die größte Gefahr bei Durchfall besteht zunächst unabhängig von der Ursache in der möglichen Austrocknung des Körpers. Das Verhältnis des Flüssigkeitsverlusts zu Größe und Gewicht ist besonders bei kleineren und jungen Hunden besonders groß. Daher sollte besonders darauf geachtet werden, dass Tiere mit Durchfall ausreichend trinken. Magen-/Darm- Tees für den Menschen haben erfahrungsgemäß eine geringe Akzeptanz und werden eher abgelehnt. Ausreichend frisches Wasser aus sauberen Trinknäpfen ist zunächst ausreichend.

Fasten oder Futtern?

Auch wenn es noch so schwer fällt, der Hund gierig vor seinem Futternapf steht und trotz Durchfall gerne essen möchte, gilt es abzuwägen, den Verdauungstrakt trotz der Probleme erneut mit der Nahrungsaufnahme und Verdauung zu belasten.

In der Regel ist es sinnvoll, kurzfristig nicht zu füttern, um den empfindlichen und gereizten Magen/ Darm nicht weiter zu strapazieren.

Wer seinen Hund nicht gut fasten lassen kann oder Schwierigkeiten hat, ihn zum Trinken zu bewegen, muss jedoch nicht verzweifeln: Bewährt hat sich auch bei Hunden eine „Zwischenlösung“, welche ursprünglich aus der Humanmedizin stammt, die „Moro´sche Karottensuppe“.

Karottensuppe nach Dr. Moro

Dr. Ernst Moro war als Kinderarzt in Heidelberg tätig und konnte mit Hilfe dieses Rezepts die Komplikations- und Sterblichkeitsrate bei Kindern mit Durchfällen drastisch reduzieren. Die Suppe gehörte lange Zeit zur Standardbehandlung in der Kinderheilkunde und erfreut sich seit kurzem wieder großer Beliebtheit auch bei Erwachsenen und Tieren.

Eine Arbeitsgruppe der Universitätskinderklinik Erlangen hat die Wirkungsweise entschlüsselt: Beim Kochen entstehen saure Oligogalacturonide, welche den Rezeptoren in der Darmschleimhaut ähneln und sich an krankmachende Keime andocken. Die Rezeptoren der Keime werden blockiert und sie können nicht mehr an der Darmwand anheften und werden ausgeschieden.

Rezept:

  • 500g Karotten schälen und in einem Liter Wasser 60 Minuten lang kochen
  • Dann durch ein Sieb drücken oder pürieren und mit dem Kochwasser wieder auf 1L auffüllen
  • 3g Kochsalz zugeben

Den vollständigen Artikel können Sie hier als  PDF (78 KB) herunterladen.


Falls Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung benötigen, nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf. Ich berate Sie gerne gerne auch zu anderen Fragen rund um die Ernährung Ihres Tieres.

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